Archäologisches Freilichtmuseum „Bajuwarenhof“

Seit 2003 besteht die Anlage als archäologisches Freilichtmuseum, das Schritt für Schritt erweitert wird. Die Fragen: Wie lebten die Menschen im frühen Mittelalter? Wie sahen ihre Siedlungen und Häuser im 6. und 7. nachchristlichen Jahrhundert  aus? Was wurde gegessen, welche Kleidung getragen und wie wurden diese Dinge hergestellt? stehen im Zentrum des Interesses. Ergebnisse der archäologischen  Forschung zu diesen und weiteren Fragen sind Ziele dieses archäologischen Langzeitprojekts. Die Rekonstruktion des frühmittelalterlichen Gehöfts, bestehend aus einem Langhaus und mehreren Nebengebäuden samt Einrichtung und Gärten.

Neben dem reinen “Erlebnischarakter” für Besucher verfolgt der Bajuwarenhof als offizielles EXARC- Mitglied (www.exarc.net) auch eine wissenschaftliche Linie, denn in der archäologischen Forschung gibt es eine Reihe von Fragestellungen, die sich nur durch Experimente klären lassen. Verwendung finden hierbei nur Werkzeuge und Materialien, die auch den damaligen Menschen zur Verfügung standen. So werden zum Beispiel beim Bau der Häuser sämtliche Hölzer von Hand zugerichtet, die Wände bestehen aus Spaltbohlen oder Flechtwerk die mit Lehm verputzt sind.

In Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München bietet der Bajuwarenhof Studenten der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie eine geeignete Plattform für wissenschaftliche Seminare und eigene Projekte.

Zusätzlich finden Aktionstage mit Vorführungen alten Handwerks – auch zum Mitmachen – statt.

Für Schulklassen und Gruppen werden Sonderprogramme angeboten.

Öffnungszeiten vom 1. Mai bis 30. September:
jeden  Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr
Museumsgelände: Bajuwarenstr. 11 (Heimstetten, gegenüber Sportpark)